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Nicole Maisch Private Krankenversicherung

Zahlreiche Gesundheitsreformen der vergangenen Jahrzehnte haben dazu geführt, dass die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherungen immer weiter auf ein Mindestmaß zurückgegangen sind und die gesetzlich Versicherten immer mehr Eigenleistungen und Zuzahlungen tätigen müssen, ganz gleich ob sie sich den herkömmlichen Behandlungsmethoden hingeben oder effektivere und langfristig wirkungsvolle Eingriffe genießen möchten. Ganz anders sieht dabei der Versicherungsumfang der privaten Krankenversicherungen aus, die sich nicht an den Vorgaben des gesetzlichen Leistungskatalogs orientieren, sondern jedem Versicherten die Möglichkeit geben, sein individuelles Versicherungspaket zu schnüren. Attraktiv ist dabei auch die Beitragsberechnung, die sich nicht mit einem festgelegten Prozentsatz am Einkommen berechnet, sondern in erster Linie durch die persönliche Wahl des Versicherungsumfangs bestimmt wird.

Verschiedene Bausteine für den individuellen Schutz

Bei der Wahl des Versicherungsumfangs bietet die private Krankenversicherung unterschiedliche Bausteine an, die man dann je nach Wunsch und Bedarf gestalten kann. So gibt es den ambulanten Bereich, welcher die normalen Besuche beim Arzt und die Verschreibung von Arznei-, Hilfs- oder Heilmitteln umfasst. Zudem kann man sich mit den stationären Bausteinen für den Fall absichern, dass ein Aufenthalt in der Klinik notwendig wird. Hier kann man dann beispielsweise selber entscheiden, ob man in einem solchen Fall mit einem Mehrbettzimmer leben kann oder sich lieber in einem Zweibett- oder sogar in einem Einbettzimmer unterbringen lassen möchte. Außerdem kann man sich die Behandlung durch einen Spezialisten garantieren lassen, wenn man nicht von dem zufällig gerade Dienst habenden Arzt behandelt werden möchte. Ganz wichtig im Bereich der privaten Krankenversicherung ist auch der Bereich er Zahnbehandlung vor allem des Zahnersatzes, wo die gesetzlichen Leistungen am meisten hinter den Erwartungen stehen. Hier wird nur der rudimentäre Einsatz übernommen, der gerade so notwendig ist, um die Funktionalität des Gebisses zu gewährleisten, ohne darauf zu achten, ob die Behandlung auch in wenigen Jahren noch ihre Wirkung zeigt. Für langfristig wirksame Leistungen müssten hohe Zuzahlungen getätigt oder eben eine die Vorteile der privaten Krankenversicherung genutzt werden, die weitaus hochwertigere Methoden unterstützen.

Der Weg zur privaten Krankenversicherung

Damit die gesetzlichen Krankenversicherungen aufgrund der nicht zu übersehenden Nachteile nicht zu viele Mitglieder verlieren, was zu weiteren finanziellen Engpässen führen würde, hat der Gesetzgeber die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung festgelegt. Hiernach müssen alle Angestellte und Arbeiter gesetzlich versichert sein, wenn sie ein bestimmtes Einkommen nicht überschreiten. Diese Grenze liegt im Jahr 2018 bei monatlich 4.950 Euro oder 59.400 Euro im Jahr. Selbstständige und Freiberufler sowie Beamte können sich jederzeit privat versichern und somit die gesetzliche Krankenversicherung komplett durch den privaten Versicherungsschutz ersetzen. Wer nicht die Möglichkeit hat, komplett aus der gesetzlichen Krankenversicherung auszutreten, hat jederzeit die Möglichkeit, in den ihm wichtigen Bereichen eine private Zusatzversicherung abzuschließen. Dadurch sichert man sich gegen einen zusätzlichen Beitrag eine Erweiterung des gesetzlichen Versicherungsschutzes durch private Leistungen. Ganz gleich ob man sich komplett oder im Rahmen einer Zusatzversicherung einen besseren Versicherungsumfang gönnt, sollte man eine solche Entscheidung möglichst früh treffen. Neben dem selbst zu treffenden Umfang der Versicherung wird der Beitrag nämlich auch durch das Eintrittsalter und den bei Vertragsabschluss gültigen Gesundheitszustand bestimmt. Je jünger und gesünder man in die private Krankenversicherung startet, desto günstiger wird der dafür zu zahlende Beitrag.