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4. November 2009

Klare Energiekennzeichnung statt Verwirrung im System

Die EU berät über die Neugestaltung des Energieeffizienslabels. Wir lehnen den vorliegenden Vorschlag der schwedischen Ratspräsidentschaft ab. Eine Einteilung in Zusatzklassen von A+ bis A+++ ist für die Verbraucherinnen und Verbraucher intransparent und verwirrend. Die bisherige Kennzeichnung in Klassen von A bis G, wobei A die beste und G die schlechteste Energieklasse kennzeichnet, hat sich im Verbraucheralltag bewährt. Denn sie ist einfach und verständlich. Man müsste sie lediglich regelmäßig dem technischen Fortschritt anpassen, damit die Verbraucher immer aktuell erkennen können, welche Elektrogeräte am Markt wirklich Energie sparen und welche Geräte Energiefresser sind. Union und FDP haben sich im Koalitionsvertrag eindeutig für "die Stärkung der Energiekompetenz der Verbraucher etwa durch eine unbürokratische Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei energierelevanten Produkten" ausgesprochen. An dieser Koalitionsaussage muss sich die neue Bundesregierung messen lassen und sich bei den weiteren Verhandlungen in Brüssel für dieses Ziel einsetzen. Nur so kann die Erfolgsgeschichte der bisherigen verbraucherfreundlichen Energiekennzeichnung fortgeschrieben werden.