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24. Juni 2010

Trinken bis der Notarzt kommt - Jugendschutz muss verbessert werden

Die Bundestagsabgeordnete Nicole Maisch (Bündnis 90/Die Grünen) fordert einen besseren Schutz von Jugendlichen vor Alkoholmissbrauch.

„Die Jugendlichen müssen verantwortungsbewusster mit Alkohol umgehen und dabei müssen wir sie unterstützen. Alkohol schadet dem jugendlichen Körper mehr als dem erwachsenen“, sagt Nicole Maisch. Deshalb sei der vorbeugende Jugendschutz besonders wichtig. „Es ist höchste Zeit, bundesweite Strategien in die Tat umzusetzen. Aber die Bundesregierung handelt nicht, obwohl es immer mehr Fälle von Alkoholvergiftungen bei Jugendlichen gibt“, sagt Nicole Maisch.

 

Nicole Maisch sieht die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans besonders gefordert. „Bisher gibt es nur Lippenbekenntnisse. Es muss endlich eine Präventionskampagne gegen exzessives Rauschtrinken geben, die die Jugendlichen auch erreicht“, sagt Nicole Maisch. Außerdem müssten die Altersbeschränkungen beim Kauf von Alkohol besser durchgesetzt werden. Es gebe genug Regeln, es müsste nur verstärkt darauf geachtet werden, dass sie auch eingehalten werden. Dazu müsste verstärkt kontrolliert und die fälligen Bußgelder erhöht werden, wenn Alkohol unrechtmäßig an Jugendlichen verkauft wird.

 

Weiteren Handlungsbedarf sieht Nicole Maisch bei der Werbung für alkoholische Getränke. „Die derzeitigen Regelungen reichen nicht aus. Alkoholwerbung richtet sich in vielen Fällen durch Inhalt, Aufmachung und Platzierung direkt an Jugendliche. Das muss beendet werden“, sagt Nicole Maisch. Bisher habe sich die Drogenbeauftrage Frau Dyckmans aus Angst vor der Industrie an diese Regelungen nicht ran getraut. „Die Werbeeinschränkungen beim Tabak haben dazu geführt, dass die Quote von jugendlichen Rauchern seit einigen Jahren sinkt. Wir fordern ähnliche Regelungen für alkoholische Produkte von der Bundesregierung . Frau Dyckmans muss endlich handeln und einen Vorschlag machen“, sagt Nicole Maisch.


Pressemitteilung Quelle: HNA (Stand 25.06.2010)